wordpress.com preise

Mit einer kürzlichen Änderung des Preismodells bietet WordPress.com jetzt nur noch zwei Tarife an: einen kostenlosen und den Tarif Pro für $15/Monat. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die vorherigen 4 kostenpflichtigen Pläne abgeschafft und die angebotenen Optionen damit massiv vereinfacht wurden. Die Preisgestaltung ist nun bedeutend klarer.

WordPress ist ein dicker Fisch auf dem Website-Baukasten-Markt. Mit einem Marktanteil von 65,3 % ist es das erfolgreichste Content-Management-System, das es je gab.
Denken Sie jedoch daran, dass die meisten dieser Benutzer auf der Open-Source-Plattform WordPress.org unterwegs sind. WordPress.com ist eine einfachere Version, die mit eigenem Webhosting daher kommt.

Falls Sie versuchen, sich zwischen dem kostenlosen oder kostenpflichtigen Tarif zu entscheiden und sich fragen, ob sich die Funktionen des kostenpflichtigen Abonnements im Vergleich zu anderen WordPress-Hosting-Anbietern lohnen, wird dieser Artikel hoffentlich Klarheit bringen.

Wie hoch sind die Kosten für WordPress.com?

Der kostenlose WordPress.com-Tarif kostet Sie, wie der Name schon verrät, keinen Cent. Die Funktionen sind allerdings begrenzt. Mit nur 1 GB Speicherplatz und ohne Zugriff auf Plugins, Support oder erweiterte SEO-Funktionen können Sie kaum mehr tun, als eine einfache Website oder einen Blog zu veröffentlichen. Sie können leider keine benutzerdefinierte Domain verwenden oder die WordPress-Anzeigen von Ihrer Website entfernen.

Den kostenpflichtigen Pro-Tarif gibt's für $15 pro Monat. Damit erweitert sich der Funktionsumfang um Extras wie 50 GB Speicherplatz, Zugriff auf Premium-Themes, Plug-ins, erweiterte SEO-Tools sowie die Möglichkeit, Produkte über das WooCommerce-Plug-in zu verkaufen.

Beachten Sie, dass Ihnen das Pro-Abonnement jährlich in Rechnung gestellt wird – zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels gab es keine Möglichkeit, Ihren Tarif monatlich zu bezahlen.

Schauen wir uns den gratis WordPress.com und den Pro-Tarif etwas genauer an und finden heraus, was enthalten ist (und was nicht) – und ob sich der kostenpflichtige Plan wirklich lohnt!

Vergleichstabelle der WordPress.com Preise

Kostenlos Pro
Preis pro Monat (jährliche Abrechnung) 0€ $15
Optimal für Zum Rumprobieren. Aufgrund der Anzeigen und eingeschränkten Funktionen ist es keine ideale langfristige Lösung für eine Website. Einzelpersonen, Unternehmen und Online-Shops, die mehr Kontrolle über Vorlagen, Plug-ins und SEO-Einstellungen benötigen.
Nachteile Grundlegende SEO-Optionen. Kein Zugriff auf Plug-ins oder Premium-Designs. Kommt mit Anzeigen und WordPress-Branding. Kein Support. Aufgrund der Speicherplatzbegrenzung von 50 GB nicht ideal für sehr große Websites.
SSL-Verschlüsselung Kostenlos enthalten
Domain Nein Kostenlose Domain für ein Jahr, danach etwa 18€.
E-Mail-Konto Nein Kostenlos für 3 Monate, mit individueller Domain.
Werbefrei Nein Ja
Speicherplatzbegrenzung 1GB 50GB
Bandbreite Unbegrenzt
Video-Upload Nein Ja
E-Mail- und Live-Chat Support Nein Ja
Themes Kostenlose Themes Zugang zu Premium Themes
Optionen zur Designanpassung Begrenzt Unbegrenzt
Wiederkehrende Zahlungen Nein Ja
Einfache Zahlungsoptionen Nein Ja
Monetarisierung Nein Ja
Jetpack Essentials (Seitenoptimierung und Anti-Spam) Nein Ja
Geplante Social-Media Updates Nein Ja
Erweiterte SEO-Tools Nein Ja
FTP -Zugang Nein Ja
Backup- und Wiederherstellung Nein Ja
Anbindung von Versand- und Zahlungsanbietern Nein Nein
Weitere Informationen Erstellen Sie Ihre kostenlose WordPress.com Website

Sind die jetzigen Preise besser oder schlechter als zuvor?

WordPress.com bot früher vier kostenpflichtige Pläne (plus einen kostenlosen Plan) an. Die Preise lagen zwischen $4 und $45, und obwohl dies in mancher Hinsicht ein größeres Maß an Flexibilität ermöglichte, führte es auch dazu, dass für diese Funktionen viel mehr bezahlt wurde als Standard sein sollte.

Beispielsweise waren erweiterte SEO-Einstellungen und Backup & Wiederherstellung nur bei den beiden teuersten Plänen verfügbar, die bei $25 begannen. Und auch die Möglichkeit, die vollständige Kontrolle über Plug-ins und Themes zu haben, war auf höherstufige Tarife beschränkt.

Jetzt wurden die Optionen auf zwei Tarife heruntergeschraubt: auf den kostenlosen Tarif und den Pro-Tarif für $15 im Monat. Wenn Sie sich für das kostenlose Abonnement entscheiden, haben Sie eingeschränkten Zugriff auf das Angebot. Mit dem Bezahltarif hingegen, haben Sie Zugriff auf alle Premium-Funktionen von WordPress.com – es ist also nicht mehr nötig, einen Tarif basierend auf spezifischen Funktionen zu wählen, die Sie benötigen, da alle möglichen Features bereits enthalten sind.

Den größten Nachteil, den wir beim neuen Preismodell sehen, ist, dass der Speicherplatz deutlich reduziert wurde. Das kostenlose Paket bietet jetzt nur noch 1 GB Speicherplatz (im Vergleich zu den zuvor angebotenen 3 GB), während das Pro-Paket 50 GB bietet (ein massives Downgrade von den 200 GB des vorherigen Business-Plans).

Deshalb sehen wir WordPress.com als geeignet für diejenigen, die nicht vorhaben, eine sehr große Website oder einen sehr großen Online-Shop zu führen. Ein mittelgroßer Blog, ein Portfolio, eine Business-Website oder ein Online-Shop mag in Ordnung sein, aber WordPress.com ist einfach nicht für Websites ausgelegt, die eine große Menge an Inhalten hosten müssen (z. B. eine Nachrichten- oder Medien-Website).

Was ist mit Domain- und E-Mail-Konten?

Wie bereits erwähnt, ist im Pro-Tarif ein Domainname für ein Jahr kostenlos enthalten. Er enthält auch professionelle E-Mail-Adressen (powered by Titan) für 3 Monate – also gerade genug Zeit, um alles auszuprobieren. Danach kostet jedes Postfach etwa 3 €/Monat (die Preise variieren je nach Region).

Als längerfristige Alternativ-Lösung können Sie sich auch bei Google Workspace eine professionelle E-Mail-Adresse mit Ihrem individuellen Domainnamen für rund 60€ pro Jahr anlegen.

Der Anbieter DomainFactory wäre eine weitere Option. Hier erhalten Sie für rund 25€ pro Jahr eine eigene Domain und E-Mail-Adresse.

Welche Zahlungsmöglichkeiten habe ich?

Sie können den Betrag für Ihren WordPress.com Tarif mit einer Kreditkarte (Visa, Mastercard, Amex, Discover) oder mit PayPal bezahlen.

Kann ich monatlich für WordPress.com zahlen?

Kurze Antwort: nein. Mit Einführung der neuen Tarife ist diese Option nicht mehr verfügbar und die Zahlungen müssen jährlich erfolgen. Sie können jedoch innerhalb des 14-tägigen Rückgaberechts eine Rückerstattung beantragen.

Gibt es eine Begrenzung für Speicher oder Bandbreite?

Die Tarife enthalten eine Speicherbegrenzung für Ihre Website (Menge an Text-, Video- und Bilddateien). Für die Bandbreite gilt keine Begrenzung, daher können Sie auf Ihrer Website Millionen Besucher haben!

Und was ist mit SEO?

WordPress.com ist standardmäßig sehr SEO-freundlich. Die Themes sind für Suchmaschinen optimiert, Sie können Metatitel und Metabeschreibungen bearbeiten und Sie erhalten automatisch eine XML-Sitemap Ihrer Website.

Die ganze Bandbreite der erweiterten SEO-Tools wie Metabeschreibung der Startseite (für die gesamte Website), individuelle Seitentitelformate und individuelle Metabeschreibungen für Beiträge erhalten nur diejenigen, die den Pro-Tarif wählen. Außerdem müssen Sie ein Plug-in wie Yoast SEO installieren. Damit lassen sich Ihre Optimierungsbemühungen anhand von Keywords bewerten.

Ich dachte, WordPress bietet keinen Support?

Sie denken wieder an WordPress.org. Der Pro-Tarif bietet einen guten Live-Chat- und E-Mail-Support, was Anreiz genug für die Wahl dieses Homepage-Baukastens sein kann.

Was ist der Unterschied zwischen WordPress-Werbung und WordPress-Branding

Im Pro-Tarif entfallen die gelegentlichen WordPress-Anzeigen, die im kostenlosen Tarif wie folgt aussehen:

WordPress.com preise wordpress ads beispiel

Beispiel einer WordPress.com Anzeige

Das Branding (was WordPress.com als "Footer Credit" bezeichnet) ist ein Link zu WordPress im Footer der Website. Er ist recht unauffällig, doch Sie benötigen den Pro-Tarif, um ihn zu entfernen. Er sieht wie folgt aus:

WordPress.com pricing wordpress footer example

Was ist, wenn ich online verkaufen möchte?

Durch die Abschaffung des früheren (teuren) E-Commerce-Pakets ist es erschwinglicher geworden, über WordPress.com zu verkaufen. Sie müssen allerdings das WooCommerce-Plug-in hinzufügen. Obwohl Sie es kostenlos installieren können, können zusätzliche Kosten für Themes und Erweiterungen anfallen (Zahlungsabwickler, Versandtarife des Spediteurs usw.).

Wir empfehlen Ihnen, die Kostenkalkulationen im Voraus durchzuführen. Wenn sich Ihre Kosten schnell summieren, finden Sie möglicherweise eine andere E-Commerce-Lösung, die besser zu Ihren Bedürfnissen passt. Der Shopify Basic-Plan beginnt beispielsweise bei $26 pro Monat.

Unser Gesamteindruck: Ist WordPress.com sein Geld wert?

WordPress.com nimmt verglichen mit anderen Homepage-Baukästen und insbesondere verglichen mit selbst gehosteten Versionen von WordPress.org eine sonderbare Stellung ein.

Früher war es für uns schwierig, WordPress.com im Vergleich zu anderen Mitbewerbern zu empfehlen, gerade wegen der Preisgestaltung. Aber mit der Einführung des neuen, vollständigen Pro-Plans schlägt sich der Anbieter jetzt ziemlich Wacker gegenüber Baukästen wie Wix und Squarespace, deren Pläne zu ähnlichen Preisen beginnen.

Mit dem neuen Modell kommen Sie nun auch näher an die "Do-it-yourself-Option" heran – das heißt, eine Domain zu kaufen und selbst einen erschwinglichen WordPress-Webhosting-Anbieter auszuwählen. Da diese Option ein wenig Durchhaltevermögen oder Vorkenntnisse erfordert, ziehen es einige vielleicht vor, ein wenig mehr zu zahlen, um sich nicht selbst um das Hosting kümmern zu müssen.

Wofür WordPress.com unserer Meinung nach nicht wirklich gemacht ist, ist E-Commerce. Um zu verkaufen, benötigen Sie das WooCommerce-Plug-in. Es wäre höchstwahrscheinlich günstiger, sich für ein WordPress + WooCommerce-Paket mit einem Hosting-Anbieter wie IONOS oder Namecheap zu entscheiden; das gilt zumindest für kleinere Businesses, die nicht täglich Tausende von Besuchern haben.

Abgesehen davon würden wir sagen, dass WordPress.com ein sehr gutes Angebot für alle bietet, die einen WordPress Blog, ein Portfolio oder eine Unternehmensseite erstellen möchten. Die Tatsache, dass es im Wesentlichen keine Website-Traffic-Beschränkung gibt, macht es besonders attraktiv für größere Projekte.

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Updates:

14. April 2022 - Einführung des neuen „Pro“-Tarifs und Entfernung früherer kostenpflichtiger Tarife

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