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Shopify ist mittlerweile die vermutlich größte Online-Shop-Plattform weltweit. 2006 wurde sie vom deutschen Auswanderer Tobi Lütke in Kanada gegründet. Und das, obwohl er eigentlich nur einen Online-Shop für einen Snowboard-Laden erstellen wollte.

Unzufrieden über die damals verfügbaren Lösungen, beschloss er letztendlich, seine eigene Plattform zu programmieren. Das Ziel war klar: eine bequeme Möglichkeit zu schaffen, Produkte online zu verkaufen und dem Verkäufer alle technischen Hürden zu ersparen. Heute gibt Shopify an, dass es schon mehr als 1.000.000 Unternehmen gibt, die sich für den Verkauf von Produkten auf diese Plattform verlassen.

Eines ist schon mal sicher: Shopify macht in vielen Bereichen eine ziemlich gute Figur. Aber wenn Sie hier sind, stellen Sie sich wahrscheinlich eine Frage:

Ist Shopify wirklich das richtige Tool für Sie?

Und unsere Antwort lautet: Vielleicht...;)

In diesem ausführlichen Shopify Testbericht werden Sie herausfinden, ob das Tool tatsächlich gut zu Ihrem Projekt passt oder ob Sie sich besser eine Alternative wie WooCommerce oder Wix ansehen sollten.

Wenn Sie keine Lust haben, diese (doch recht lange) Shopify-Rezension zu lesen, finden Sie weiter unten ein kurzes Video, damit Sie sich schnell einen Überblick dazu machen können, was Sie erwartet.

Shopify Testbericht: Was erwartet mich?

Shopify ermöglicht es Anfängern (und Profis), Online-Shops ohne Programmierung zu erstellen. Es sind keine Softwareinstallationen oder die Anschaffung eines Hosting-Dienstes erforderlich. Shopify bietet Tarife zwischen 27 und 289 €/Monat an. Wenn Sie Shopify Payments verwenden, fallen keine zusätzlichen Transaktionsgebühren an.

Wie funktioniert Shopify?

Shopify ist nicht nur eine einfache Möglichkeit, Ihren Online-Shop zu veröffentlichen und zu verwalten; das Tool unterstützt Shop-Besitzer:innen zudem in entscheidenden Punkten, wie der Angliederung zusätzlicher Verkaufskanäle (z. B. Amazon, eBay oder Facebook), bietet Kundensupport-Tools (z. B. Live-Chat) und Sie bekommen Hilfe bei technischen Problemen.

Die kürzliche Einführung von Shopify Online Store 2.0 macht es Online-Shop Betreibern dank des benutzerfreundlichen Editors außerdem einfacher, Änderungen an den Website-Designs vorzunehmen.

Vorlagenänderungen, die früher Anpassungen im Code erforderten, können jetzt mit nur wenigen Klicks vorgenommen werden – so z. B. beim Verschieben oder Ausblenden von Abschnitten einer Seite. Auch zusätzliche Apps und Features können deutlich einfacher freigeschaltet werden, ohne dass Entwickler:innen einbezogen werden müssen.

Sie können Shopify 14 Tage unverbindlich testen.

Screenshots

Shopify Preise

$29

Basic Shopify

Unbegrenzt Produkte verkaufen und Zugriff auf Funktionen wie die Wiederherstellung abgebrochener Warenkörbe und Gutscheincodes bekommen. Shopify erhebt 2 % Transaktionsgebühr, sofern Shopify Payments nicht verwendet wird. Support auf Deutsch verfügbar.

$79

Shopify

Mit mehr E-Commerce-Funktionen wie professionellen Berichten und internationalen Preisen. Wird kein Shopify Payments verwendet, fällt 1 % Transaktionsgebühr an.

$299

Advanced Shopify

Automatisch berechnete Versandkosten und erweiterte Berichterstellungsfunktionen. Wird kein Shopify Payments genutzt, werden 0,5 % Transaktionsgebühren erhoben.

Vor- und Nachteile von Shopify

Benutzerfreundlichkeit

Zum Glück brauchen Sie sich überhaupt nicht um die technischen Dinge zu kümmern. Fast alles ist mit wenigen Klicks erledigt. Shopify bietet ausgezeichnete Leitfäden für Einsteiger und eine umfangreiche Dokumentation.

Designs

Die Designs sind in Bezug auf Qualität und Quantität ausgezeichnet und außerdem für mobile Geräte optimiert (responsive). Falls unter den gut 170 Themes nichts Passendes für Sie dabei ist, können Sie entweder ein eigenes erstellen oder kaufen.

Flexibilität

Das eigentliche System und die Templates sind schon großartig, aber damit nicht genug. Sie haben vollen Zugriff auf den Code und können über den App-Markt oder API (für Programmierer) neue Funktionen hinzufügen.

Skalierung

Shopify ist sehr leistungsfähig, aber dennoch benutzerfreundlich. Für kleine und große Online-Shops ist es einfach zu skalieren. Zudem ist Shopify ist eine der international größten E-Commerce-Lösungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Plattform abgeschaltet wird, liegt praktisch bei Null.

Apps & Community

Der Shopify App Store umfasst viele nützliche (kostenlose und kostenpflichtige) Add-ons für Ihren Shop (z.B. zur Anbindung von E-Mail-Marketing-Tools). Hinzu kommt eine große Gemeinde unabhängiger Entwickler:innen und Expert:innen, die Ihnen unterstützend zur Seite stehen.

Support

Im Gegensatz zu Open-Source-Lösungen wie WooCommerce oder Magento bietet Shopify einen 24-Stunden-Support. In unseren Support-Tests hat das Shopsystem eine hervorragende Bewertung erzielt (Artikel auf Englisch).

URL-Struktur

Blog-Posts und die üblichen Seiten (z.B. Über uns) haben eine für SEO nicht optimale  URL-Struktur. Shopify verwendet Unterverzeichnisse wie /pages/ oder /blog/news/, was im Deutschen nicht wirklich sinnvoll ist.

Domain und E-Mail-Hosting

.de-Domains sind nicht Bestandteil der Premium-Packages, kann aber direkt über Shopify dazugekauft werden. Das E-Mail-Hosting erfordert auch eine externe Lösung wie etwa Google Workspace oder Zoho Workplace.

Mehrsprachiger Online-Shop

Obwohl Shopify in der letzten Zeit einige Verbesserungen in diesem Bereich vorgenommen hat (es ist nun bedeutend leichter, weitere Sprachen hinzuzufügen und Besucher zwischen diesen hin und her wechseln zu lassen), ist die Option einen mehrsprachigen Shop einzurichten bei Weitem noch nicht perfekt. Es muss eine kostenpflichtige Drittanbieter-App hinzugefügt (z.B. Langify oder Transcy) werden um Übersetzungen erstellen und anzeigen zu können.

Transaktionsgebühren

Shopify erhebt eine Transaktionsgebühr zusätzlich zu den Gebühren des Zahlungsabwicklers (z.B. Stripe oder PayPal), wenn Sie den Zahlungsdienst Shopify Payments nicht verwenden. Allerdings ist dieser Dienst nicht überall verfügbar (in Deutschland steht er zur Verfügung).

Regelmäßige Inhalte

Auch wenn Shopify mit einem Blog aufwartet und Sie auch andere Arten von Seiten (z.B. Produkt-Landingpages) erstellen können, ist es nicht einfach, diese Inhalte wie gewünscht zu gestalten.

Bewertung im Detail

Kriterium Bewertung Kommentare

Einfachheit

Shopify hat viele Features, ist aber logisch aufgebaut. Die Einrichtung eines Online-Shops ist eigentlich nicht kompliziert. Das Designen und Anordnen der Elemente kann mit einer Live-Vorschau im Backend erfolgen. Außerdem gibt es iPhone- und Android-Apps, mit denen Sie Ihren Shop auch unterwegs verwalten können.

Auswahl und Flexibilität der Templates

Die Shopify-Templates sehen modern aus und sind responsive (kompatibel mit Tablets und Smartphones). In etlichen Kategorien (darunter Mode, Essen, Kunst oder Technik) bietet Shopify Designs an (die 9 kostenlosen Themes finden Sie hier). Über den Theme-Store können kostenpflichtige Themes gekauft werden.

Die Preise von bis zu $ 180 finden wir etwas hoch. Alternativ kann man auch sein eigenes Template programmieren. Einige Themes bieten die Möglichkeit, mehrere Sprachen anzuzeigen. Ansonsten können multilinguale Shops noch mithilfe von Drittanbieter-Apps erstellt werden.

SEO

Die meisten SEO-Features, die Online-Shops brauchen, sind vorhanden. Ein Nachteil ist, dass bei einigen URLs Begriffe hinzugefügt werden (z. B. /products/ oder /collections/). Leider kann man diese Bezeichnungen nicht mal auf Deutsch umstellen.

Grundfunktionen

Produkt- Präsentationen

Zoomfunktion, Fotogalerie, Video einbinden – alles ist möglich.

Produktvarianten

Zuerst definiert man bis zu drei Optionen (z. B. Größe, Farbe, Material), dann fügt man die Varianten hinzu (z.B. S, M, L, XL). Daraus generiert Shopify dann alle möglichen Kombinationen – und zwar bis zu 100! Wer mehr braucht, kann eine der Apps benutzen. Anpassungen für Produkt Individualisierungen (z.B. wenn Gravuren angeboten werden) können auch vorgenommen werden, allerdings ist das etwas aufwendiger und ggf. teurer, da weitere Apps oder Änderungen im Code nötig sind.

Warenkorb-Funktion

Ja

Zudem ist standardmäßig die Funktion „Verlassenen Warenkorb wiederherstellen“ integriert, nun auch bei allen Tarifen, inklusive Basic. Damit können Sie Ihre Besucher unter anderem mit einer automatischen E-Mail daran erinnern, ihren Kauf abzuschließen.

Artikelnummern

Ja

Fügen Sie jedem Produkt Ihre eigenen SKU-Nummern (Stock Keeping Unit) hinzu.

Kunden- Bewertungen

Ja

Über eine App aus dem Shopify-App-Store können Käufer Feedback und Bewertungen hinterlassen.

Checkout, Bezahlung & Versand

Bezahloptionen

Kreditkarte (über mehr als 30 Anbieter für Deutschland einschließlich Stripe und Paymill für Bankeinzug), PayPal, Amazon Pay, manuelle Zahlungsoptionen und sogar BitPay für Bitcoins. In Deutschland (sowie in Österreich) kann auch Shopify Payments genutzt werden. Damit entfallen die zusätzlichen Shopfiy-Gebühren bei Kreditkarten-Zahlung.

Verkauf digitaler Güter

Ja

Um digitale Produkte verkaufen und alle relevanten Features nutzen zu können, ist die Installierung einer App nötig (entweder Shopifys eigene App oder die eines Dritt-Anbieters).

Es ist möglich, die Anzahl der Downloads oder die Verfügbarkeit zu begrenzen. Die Lieferung erfolgt per E-Mail. Erfüllt die Vorschriften über die Erhebung der Mehrwertsteuer auf digitale Güter in der Europäischen Union.

SSL-Verschlüsselung

Ja

Die Kundendaten und Zahlungsvorgänge werden über SSL (https) verschlüsselt. Inbegriffen, ohne zusätzliche Kosten. Sie können auch Ihre eigene Checkout-Domain verwenden.

Loginbereich für Kunden

Ja

Besucher können mit einem Gast-Account auschecken oder einen persönlichen Login erstellen. Bei letzterer Methode werden Kontaktdaten und Adresse beim Check-out automatisch ausgefüllt. Es ist sogar möglich, Ihre Kunden entscheiden zu lassen, ob sie ein Konto anlegen wollen oder nicht.

Gutscheincodes

Ja

Shopify bietet eine Bandbreite an flexiblen Optionen für Gutscheincodes – Festpreis, Prozentsatz und kostenloser Versand. Sie können einen Höchstbetrag für die Nutzung und ein Ablaufdatum festlegen. Es können auch Geschenkgutscheine für den eigenen Shop verkauft werden.

Versand- Einstellungen

Es gibt jede Menge Versandeinstellungsmöglichkeiten, darunter kostenloser Versand, Flatrate Versand oder vergünstigter Versand. Die Versandkosten können für jedes Land einzeln oder per Spedition (DHL Express und UPS) festgelegt werden. Sie können auch Dropshipping mit Dienstleistern wie Amazon auswählen. Eine Integration mit einer Vielzahl an Versanddienstleistern für den deutschsprachigen Raum bieten z.B. Sendcloud und shipcloud an (inklusive Retourenportal). Zudem können Versandlabels über Shopifys Backend oder eine entsprechende App gedruckt werden.

Dropshipping

Ja

Die DSers-App macht den gesamten Prozess ziemlich einfach. Die Basisversion ist kostenlos und bietet eine Erweiterung zum direkten Import von AliExpress Produkten sowie vielen anderen Anbietern.

Steuer- Einstellungen

Ein Mehrwertsteuersatz wird zentral angelegt. Individuelle Steuersätze für andere Länder lassen sich ebenfalls angeben. Auf Ihren Produktseiten können Brutto- oder wahlweise auch Nettopreise angezeigt werden. Sollten Sie ShopifyPlus nutzen, haben Sie außerdem Zugriff auf Avalara AvaTax, einer externen App, mit der sich automatisiert Steuern verwalten lassen.

Verwaltung

Warenverwaltung

Shopify verfolgt alle Artikel, die Sie auf Lager haben. Es gibt auch Einstellungen, um Benachrichtigungen automatisch zu erhalten. Zwar gibt es auch ein POS-Kassensystem, um direkt im Laden zu verkaufen, allerdings ist das in Deutschland noch nicht erhältlich.

Bestell-E-Mails individualisierbar

Ja. Sie können jede Benachrichtigungs-E-Mail bearbeiten, wie Sie möchten. Hier sollte man am besten alle Mails durchschauen, weil nicht immer alles eingedeutscht wurde.

Import von Produktdaten

Ja

Produktdaten können von Magento, eBay, WordPress und über CSV importiert werden. Mit Shopifys eigener Online-Shop Import App können Sie zudem Produkte von Etsy, WooCommerce, BigCommerce, Prestashop und weiteren Anbietern importieren. Dies spart eine Menge Zeit und macht den Umzug bereits bestehender Shops zu Shopify leichter.

Export von Produktdaten

Ja

Auch der Export einer CSV-Datei ist möglich. Mit Shopifys integriertem „Bulk Editor“ (einem Editor zur Massenbearbeitung) lassen sich außerdem Änderungen an mehreren Produkten gleichzeitig vornehmen, ohne dass diese exportiert werden müssen.

E-Commerce Analyse

Ja

Shopify bietet im Tarif „Shopify“ und höher professionelle Berichte wie Produktberichte, Bestellberichte und vieles mehr (man kann zum Beispiel sehen, wie die Bestellungen von Monat zu Monat schwanken). Außerdem ist es immer möglich, Google Analytics einzubinden.

Export von Bestelldaten

Ja

Exportiert Ihre Bestellungen in eine CSV-Datei für Excel oder Buchhaltungs-Tools wie Billbee.

Support

Ja FAQ

Ja Chat

Ja Email

Nein Telefon

Deutschen Support gibt es per FAQ, E-Mail, Forum und Twitter. Der Chat Support steht leider nur auf Englisch zur Verfügung. 24/7 Support.

Gesamtbewertung

4.3/5

Shopify hat das Potenzial, die Nummer eins für E-Commerce in Deutschland zu werden. Viele Funktionen, die es in den USA schon gibt, müssen aber noch eingeführt und angepasst werden. Wenn diese Kinderkrankheiten einmal behoben sind, werden sie es mit einem erstklassigen Shop zu tun haben.

Shopify Funktionen im Test

Ich habe dem E-Commerce-Riesen auf den Zahn gefühlt und mir die Funktionen von Shopify ganz genau angesehen. Damit kann ich hoffentlich einige der Fragen klären, die Sie vielleicht in diesem Moment noch haben.

Zugestandenermaßen ist dieser Teil ziemlich lang, falls Sie es also eilig haben, können Sie ihn einfach auslassen und direkt zum Fazit springen.

Einfachheit

Shopify wartet mit einer recht einfachen Bedienung auf, ist aber dennoch ein extrem leistungsfähiges Tool. Im Grunde können Sie Ihren Online-Shop an nur einem Wochenende einrichten und direkt mit dem Verkauf loslegen (kein Scherz). Andersherum können Sie aber auch Tage und sogar Wochen damit verbringen, eine ganz individuelle Lösung für Ihre Anforderungen zu entwickeln.

Ich persönlich finde, dass Shopify mit weniger Klicks mehr ermöglicht als die Konkurrenz (z.B. IONOS oder Strato). Und Content-Management-Systeme wie WordPress oder Magento kommen in puncto Benutzerfreundlichkeit nicht einmal annähernd an Shopify heran.

shopify help center

Außerdem ermöglicht das Backend eine intuitive und einfache Navigation. Immer, wenn ich nicht weitergekommen bin, musste ich nur in die Tutorials schauen oder über den Live-Chat den Support kontaktieren – meist hat der Support schnell geantwortet und mir weitergeholfen (den Live-Chat gibt es allerdings derzeit nur auf Englisch).

Templates & Design

Shopify hat zahlreiche Templates, die grundsätzlich modern und professionell wirken. Außerdem sind sie responsive. Das bedeutet, dass sie auf allen Geräten gut aussehen – dieser Punkt gefällt Google ganz besonders gut ;).

Leider bietet Shopify aber nur eine Handvoll kostenloser Vorlagen (vier mit dem jüngsten Online Store 2.0 Release und etwa 10 mit der weiterhin verfügbaren Vorversion). Es wäre schön, wenn hier mehr zur Verfügung stehen würde. Interessanterweise nutzt etwa die Hälfte aller Shopify Shops das kostenlose Debut-Theme.

shopify kostenlose themes

Wenn Sie über ein Budget verfügen, können Sie eines der kostenpflichtigen Themes kaufen, das zwischen 150 und 350$ kostet (umgerechnet ca. 140-325€). Eine andere Möglichkeit ist, ein Theme über einen externen Marktplatz wie Themeforest zu kaufen, wo die Preise im Allgemeinen günstiger sind (rund 50$, also ca. 45€).

Wenn Sie ein ganz bestimmtes Design möchten, können Sie sich auch von einem der vielen Shopify Experten (Artikel auf Englisch) ein exklusives Theme programmieren lassen.

Was die Anpassung der Vorlagen angeht, macht Shopify alles richtig. Ich finde es extrem einfach, die Shop-Vorlagen zu personalisieren. Das Ändern der globalen Styles (z.B. Farben, Schriften, Social-Media-Buttons) ist mit dem Theme-Editor-Menü eigentlich ein Spaziergang.

shopify theme produkt bearbeiten

Bearbeitung der einer Produktseite mit dem Shopify-Editor

In der Vergangenheit wurde Shopify angekreidet, dass sich das Layout von anderen Seiten als der Startseite nicht wirklich anpassen ließ. Der Programmcode musste bearbeitet werden – wofür Sie in der Regel jemanden mit Programmierkenntnissen brauchten.

Mit dem Shopify Online Store 2.0 können Sie nun glücklicherweise den visuellen Editor verwenden, um Abschnitte auf beliebigen Seiten zu bearbeiten oder hinzuzufügen, darunter auch Produkt-, Kollektions- und Blogseiten.

Shopify E-Commerce-Funktionen

Kommen wir aber nun zum Eingemachten und schauen uns Shopifys E-Commerce-Funktionen im Detail an.

Produkte hinzufügen und verwalten

Ihre Produkte können Sie über die Shopify Oberfläche leicht hinzufügen oder über eine CSV-Datei importieren – Letzteres ist für große Online-Shops ziemlich hilfreich.

Hinweis: Über CSV-Dateien lassen sich auch andere Daten wie Kundenlisten, Bestellungen und sogar Bewertungen importieren und exportieren. Für Big Cartel, BigCommerce, Etsy, PrestaShop und Squarespace gibt es auch ein Importwerkzeug mit Drag-and-Drop-Funktion.

shopify produkt anlegen

Die Eingabe der Produktinformationen finde ich intuitiv und selbsterklärend (z.B. Titel, Beschreibung, Bilder oder Videos, Preis oder SEO-Optionen). Mithilfe von Kategorien können Sie Ihren Online-Shop übersichtlich halten.

Über die Artikelnummer (SKU) und die Bestandsverfolgung können Sie Ihren Bestand effizienter verwalten und verhindern, dass nicht vorrätige Artikel ausversehen verkauft werden.

shopify sku inventar verfolgen

Wenn Sie mehrere Varianten desselben Produkts verkaufen müssen, beachten Sie, dass Shopify (leider) maximal 3 Varianten zulässt (z.B. Größe, Farbe und Material).

Das System erzeugt dann alle notwendigen Kombinationen und die individuelle Bestandsverfolgung kann eingerichtet werden. Die Obergrenze liegt bei 100 Kombinationen (es sei denn, Sie verwenden eine kostenpflichtige App oder bearbeiten die Quelldateien Ihres Themes).

Das könnte für Projekte mit komplexen Produkten Einschränkungen mit sich bringen, dürfte aber für die meisten Shops ausreichend sein.

shopify varianten

Um mit Shopify digitale Produkte zu verkaufen (z.B. Videos, Bilder oder Dokumente), müssen Sie eine (kostenlose) App installieren, die von Shopify entwickelt wurde. Ehrlich gesagt, bin ich ein wenig überrascht, dass diese Funktion nicht standardmäßig enthalten ist.

Leider kann der Verkauf von Abonnements und der Erhalt wiederkehrender Zahlungen teuer werden. Sie brauchen entweder eine App oder jemanden, der das für Sie programmiert. Soweit ich weiß, sind diese Funktionen aber auch bei der Konkurrenz (z.B. Wix) nicht von vorherein integriert.

Einige Projekte erfordern zudem benutzerdefinierte Felder, damit die User beim Produktkauf eigenen Text eingeben können (z.B. Gravuren für Uhren oder Ringe). Das ist bei Shopify nicht automatisch vorhanden, d.h. Sie müssen entweder den Code ändern (wirklich nicht so einfach) oder dies von einer App erledigen lassen.

Shopify Kategorien

Kategorien können Produkten manuell zugewiesen werden, um sie zu Gruppen zusammenzufassen. Nehmen wir an, Sie verkaufen Heimtierfutter, dann könnten Sie jeweils eine Kategorie für Hunde, Katzen und Schlangen anlegen.

shopify kategorien

Shopify erzeugt dann automatisch eine Seite für jede Kategorie mit den enthaltenen Produkten.

Aber – es gibt meistens ein aber 😉 – Unterkategorien  (z.B. Jungtierfutter oder Seniorfutter) lassen sich mit Shopify nicht erstellen, sofern Sie das Problem nicht mit einer komplizierten Behelfslösung umgehen oder eine App verwenden.

Profi-Tipp: Richten Sie automatische Regeln für die Erstellung von Kollektionen ein. Erstellen Sie zum Beispiel die Kollektion „Aktionen“ mit allen Produkten, für die aktuell ein Rabatt gewährt wird. Sie merken vielleicht – in dem Tool steckt tatsächlich einiges drin.

Zahlungsabwickler und Transaktionsgebühren

Soweit ich weiß hat Shopify mehr Online-Zahlungsabwickler als jede andere Alternative  – über 100 Anbieter. Wie Sie sich denken können, sind alle großen Namen wie Stripe, 2Checkout, PayPal und Authorize dabei.

Und ja, der Shop-Baukasten hat auch sein eigenes System, Shopify Payments (wird von Stripe betrieben).

Das größte Problem, das ich mit Shopify habe, sind die zusätzlichen Transaktionsgebühren, die berechnet werden, wenn man Shopify Payments nicht verwendet – 2%, 1% oder 0,5%, je nach Tarif. Leider ist Shopify Payments aber nicht in allen Ländern verfügbar. Wenn Sie aber können, verwenden Sie es besser, um Kosten zu sparen.

shopify zahlungen annehmen

Hinweis: Shopify Payments ist aktuell verfügbar in:

  • Nordamerika (USA und Kanada)
  • Europa (Österreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Spanien, Schweden)
  • Vereinigtes Königreich
  • Asien (Hong Kong, Japan, Singapur)
  • Australien und Neuseeland

Es gibt jedoch Gerüchte, dass es das Zahlungssystem auch bald in anderen Ländern geben wird.

Darüber hinaus können auch manuelle Zahlungsmethoden aktiviert werden (z.B. Nachnahme, Banküberweisung oder Zahlungsanweisung). Bei diesen Zahlungsmethoden müssen Sie keine Provisionen an Shopify zahlen.

Versand mit Shopify

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Versand beim E-Commerce knifflig sein kann. Daher kann Ihnen ein effizientes System eine ganze Menge Zeit und Geld sparen.

Shopify ist hier ausgezeichnet, da besteht kein Zweifel. Schauen wir uns kurz das Versandsystem an.

Versandregeln (z.B. Pauschale, kostenloser Versand, Länder- oder Regionen-basierte Kosten) lassen sich aus dem Backend für einzelne Produkte, Kategorien oder den gesamten Shop leicht einrichten – gut, aber nichts besonderes eigentlich.

Wirklich spannend wird der Versand erst mit den Live-Tarifen. Dieses System verbindet Ihren Shop mit Versanddienstleistern (wie DHL, UPS, USPS usw.) und ermittelt präzise Versandkosten beim Bezahlvorgang.

Obwohl dieses Feature technisch nur in den höheren Tarifen (Advanced Shopify und Shopify Plus) verfügbar ist, können Sie es auch Ihrem günstigeren Shopify-Tarif, der etwa 20€/Monat kostet, hinzufügen. Sie müssen die Aktivierung der Funktion nur beim Support-Team anfordern.

Alternativ können Sie das Feature auch nutzen, wenn Sie von einem monatlichen Shopify-Tarif zu einem Jahresabo wechseln. Aber auch hier müssen Sie den Support kontaktieren, damit die Funktion aktiviert wird. Sie können nicht automatisch darauf zugreifen.

Außerdem können Drittanbieter-Apps genutzt werden. Beachten Sie, dass Sie bei jedem Versanddienstleister ein eigenes Konto haben müssen, damit Sie die Kosten abhängig vom Dienstleister ermitteln können.

Hinweis: Live-Versandkosten sind nur in einigen Ländern verfügbar 

shopify shipping versand

Wenn Sie den Standort für Ihren Online-Shop in den USA, Kanada, Australien, dem Vereinigten Königreich oder Frankreich haben, können Sie auch Shopify Shipping nutzen.

Damit können Sie die Shopify Partnerschaften mit führenden Versanddienstleistern (USPS, UPS, DHL Express, Hermes, DPD etc.) nutzen, um die ermittelten Versandkosten anzuzeigen und Etiketten zu einem reduzierten Preis zu erhalten – ohne dass Sie eigene Konten bei den Anbietern haben müssen.

Bei der Auftragserfüllung können Sie aus dem Shopify Backend dann vergünstigte Versandetiketten kaufen. Sie müssen die Etiketten nur drucken und auf das Paket kleben – so sparen Sie viel Zeit (und Geld)! Damit das aber funktioniert, müssen Sie das Gewicht Ihrer Produkte und die Verpackung festlegen.

Speziell für den Standort Deutschland wird Shopify Shipping bisher leider nicht angeboten. Schade!

Berechtigte Shopbetreiber, die Ihren Standort in den USA und Kanada haben, können dem Shopify Fulfillment Network beitreten. Das ist ein Fulfillment-Dienst, bei dem Produkte in Fulfillment-Centern überall in den USA gelagert, kommissioniert, verpackt und versendet werden können. Zu den Vorteilen zählen eine schnelle Zustellung (meist am selben Tag) kostenlose Verpackung mit Werbelogo und vergünstigte Versandtarife.

Shopify ist übrigens die führende Lösung für Dropshipping – ein E-Commerce-Konzept, bei dem Auftragsbearbeitung und Auftragserfüllung durch jemand anderen (Dropshipping-Anbieter) erfolgen.

shopify fulfillment-dienstleider hinzufuegen

Ihren Shopify-Store können Sie mit diversen Dropshipping-Anbietern wie Rakuten, Amazon Fulfillment oder Shipwire standardmäßig verbinden. Andere Dienste lassen sich bei Bedarf manuell (per E-Mail) verbinden.

Hinweis: Ab 15. Juni 2022 wird Shopifys eigene Dropshipping-App, Oberlo, eingestellt. Es wird empfohlen, stattdessen DSers zu verwenden.

Shopify und Steuern

Ich kann ehrlich gesagt nicht so gut mit Zahlen, deshalb schätze ich die Online-Shop-Lösungen, die es mir leicht machen – vor allem, wenn es um ein so ungeliebtes Thema wie Steuern geht.

Shopify macht bei den Steuern nicht unbedingt was Außergewöhnliches. Aber mir gefällt, dass das Einrichten von Steuern ziemlich unkompliziert ist.

  • Sie können Netto- oder Bruttopreise anzeigen, was auch immer Sie brauchen.
  • Shopify enthält einen automatischen Steuerrechner nach Postleitzahl – allerdings nur für Shops in den USA!
  • Wenn Sie Ihren Shop mit Shopify Plus betreiben, können Sie auf die Steuersoftware Avalara AvaTax zugreifen, die Echtzeit-nahe Steuersätze für über 12.000 US-amerikanische Steuerbezirke bereitstellt und die Steuererklärung automatisch ausfüllt.
  • Automatische registrierungsbezogene Steuern sind verfügbar für Shop-Inhaber mit Geschäftssitz in den USA, Kanada, EU, UK, Norwegen, Schweiz, Australien und Neuseeland.
  • Alle anderen können länder- und regionsspezifische Steuern manuell festlegen.

Hinweis: Wenn Sie Kundschaft in Europa ansprechen, können Sie die Steuereinstellungen an die europäische Gesetzgebung anpassen, selbst für digitale Produkte. Das bedeutet, dass Ihre Kundschaft durch die Umkehrung der Steuerschuldnerschaft mehrwertsteuerfrei einkaufen können. Dafür benötigen Sie jedoch eine externe App.

Neue Verkaufskanäle mit Shopify

Der eigene Online-Shop ist der erste Schritt. Aber wenn Sie ehrgeizig sind, möchten Sie wahrscheinlich weitere Verkaufsmöglichkeiten für Ihre Produkte erkunden.

Shopify bietet Ihnen hier einige Tricks:

  • Verkaufen Sie Ihre Produkte direkt auf Facebook – Shopify erstellt hier einen Shop-Bereich auf Ihrer Facebook-Seite
  • Verkaufen Sie Ihre Produkte auf Instagram, indem Sie Ihre Produkte taggen
  • Der Verkauf auf Pinterest ist eine weitere Option für die Shopbetreiber, die ein Business-Konto bei Pinterest haben
  • Außerdem können Sie Ihren Shopify Store mit Marktplätzen wie Amazon und eBay verknüpfen – das ist für die USA und Kanada möglich

Das Potenzial ist riesig. Und das ist noch nicht alles – es gibt weitere Shopify Verkaufskanäle (z.B. Walmart Marketplace, Wanelo usw.), die Sie ausprobieren können. Weitere Informationen finden Sie in dieser Liste.

shopify app store

Der größte Vorteil von all dem? Sie bearbeiten und verwalten Ihre Verkäufe von einem einzigen Ort aus (Ihrem Shopify Backend).

Ich muss zugeben, dass einige Kanäle reibungsloser funktionieren als andere. Zum Beispiel hatten viele User Probleme, Ihren Online-Shop mit der Instagram Integration zu verifizieren.

Shopify Online-Marketing-Funktionen

Shopify bietet, wie viele andere E-Commerce-Baukästen, eine ganze Reihe von Tools, mit denen Sie Ihren Umsatz steigern und Ihr Business voranbringen können.

Rabattcodes & Gutscheine

Sie können z.B. ganz einfach Rabattcodes zu Ihrem Shopify Online-Shop hinzufügen. Die Einstellungsmöglichkeiten sind sehr flexibel: So haben Sie die Möglichkeit, Codes für feste Beträge zu erstellen, Prozente zu geben und kostenlosen Versand oder sogar „Zwei zum Preis von einem“-Aktionen anzubieten.

shopify rabattcode

Auch Geschenkkarten für Ihren Online-Shop (eine Funktion, die seit Kurzem in allen Tarifen außer Shopify Lite erhältlich ist) können Sie den Benutzer:innen zum Kauf bereitstellen.

Shopify bietet kein Treueprogramm (z.B. Sammeln von Punkten bei jedem Einkauf). Wenn Sie diese Funktion nutzen möchten, ist eine App (wie Smile.io oder S Loyalty) die einfachste und günstigste Lösung.

Shopify verfügt auch über ein eigenes E-Mail-Marketing-Tool, mit dem Sie E-Mails direkt von der Plattform aus versenden können. Aktuell ist das Tool aber noch etwas unausgereift, weshalb Sie, je nachdem welche Anforderungen Sie haben, eventuell lieber zu einer Alternative greifen möchten.

Abgebrochene Warenkörbe

Anscheinend liegt die Zahl durchschnittlich abgebrochener Warenkörbe in der Welt des Online-Shoppings bei deutlich über 60%. Mit anderen Worten: 2 von 3 Nutzer:innen beenden ihren Einkauf nicht – recht ernüchternd, nicht wahr?

statista grafik abgebrochene warenkörbe

Quelle: Statista

Hier kommt die Option zur Wiederherstellung abgebrochener Warenkörbe ins Spiel. Über diese Funktion können Sie mit denjenigen, die den Kaufprozess nicht beendet haben, erneut in Kontakt treten und versuchen, diese zurückzugewinnen.

shopify email automation abandoned cart

Eine Möglichkeit ist beispielsweise, eine automatisierte E-Mail mit einem Rabattcode an diese Nutzer:innen zu senden. Voraussetzung hierfür ist aber, dass sie die E-Mail-Adresse der jeweiligen User kennen.

Ich muss sagen, dass das Tool zwar einfach einzurichten, aber ziemlich eingeschränkt hinsichtlich seiner Funktionen ist. Sie können Ihre E-Mail anpassen, aber leider gibt es in Bezug auf die Terminierung nur die Option, die Versandzeit auf 1, 6, 10 oder 24 Stunden später festzulegen. Eine Option zum Festlegen von individuellen Regeln zum Auslösen (oder nicht Auslösen) der E-Mail (z.B. bei einer Mindestbestellmenge) wäre wünschenswert.

Eine Frage, die sich außerdem stellt – was macht man, wenn man die E-Mail-Adresse der User nicht kennt? Außerdem wären weitere Optionen wie Pop-ups oder Banner wünschenswert.

Wenn Sie mehr Kontrolle über derlei Funktionen haben möchten (z.B. in puncto E-Mail-Sequenzen, Pop-up usw.), gibt es passende Apps im Shopify App Store, die Ihnen weiterhelfen können.

Hinweis: Shopify enthält diese Funktion jetzt in allen drei Haupttarifen, einschließlich Shopify Basic.

Face-to-Face-Verkauf – Shopify POS

Ich weiß, Sie möchten Shopify nutzen, um Ihre Waren und Dienstleistungen online zu verkaufen. Aber mit Shopify können Shopbetreiber Ihre Waren auch auf herkömmlichem Weg im direkten Verkaufsgespräch (Face-to-Face) verkaufen.

Wenn Sie offline verkaufen möchten, können Sie die App Shopify POS in Ihren physischen Verkaufskanal integrieren – selbst wenn Sie gerade unterwegs sind.

Das Tolle daran: Sie wird vollständig in Ihr Shopify Backend integriert, sodass Ihre Berichte, Bestandsverwaltung, Preise usw. automatisch synchronisiert werden.

Sie können die App in Erweiterungen wie Vollbild-Apps und Produktempfehlungen integrieren, um die Cross-Selling-Möglichkeiten zu erhöhen und das Kauferlebnis für die Kundschaft zu verbessern.

shopify pos

Sie können klein anfangen, indem Sie Artikel über die Shopify POS-App (z.B. mit Ihrem Smartphone oder Tablet) verkaufen und Zahlungen über die App akzeptieren. Mehr brauchen Sie nicht. Das Abonnement Shopify POS Lite ist in allen Shopify Tarifen kostenlos. Ziemlich nützlich, um Ideen für physische Geschäfte zu testen.

Wenn Sie planen, viel offline zu verkaufen, möchten Sie vielleicht POS-Hardware kaufen, um sich das Leben zu erleichtern. Shopify bietet für den deutschen Markt ein Kartenlesegerät für derzeit 59€ an, welches Sie mit Ihrem Smartphone oder Tablet verbinden können.

shopify kartenlesegerät pos

Anderes Zubehör wie Barcodescanner, Belegdrucker und Kassenschubladen sind ebenfalls verfügbar.

Während der Pandemie hat Shopify die Funktion zur Selbstabholung / Abholung am Straßenrand eingeführt. Damit können Kunden Produkte online kaufen und sie an einem Ort in ihrer Nähe abholen. Wenn Sie den Tarif Shopify POS Pro haben (gratis für Shopify Plus-Tarife oder in günstigeren Tarifen für zusätzlich 89$/Monat und Standort zu haben; etwa 83€), können Sie die Abholbestellungen direkt aus Ihrer POS-App vorbereiten und verwalten.

Wie gut sind die SEO-Funktionen von Shopify?

Ich bekomme dutzende SEO-Fragen im Monat. Und viele dieser Fragen stammen von Benutzer:innen, die wissen möchten, ob sie mit diesem Website-Baukasten oder einem anderen auf den ersten Plätzen in den Suchergebnissen landen werden.

Meistens hat ein schlechtes SEO-Ranking mit einer mangelhaften Optimierung zu tun (z.B. schlechter Content) und nicht mit Shopify (oder anderen Tools). Trotzdem hat Shopify aber einige Schwachstellen bei der Suchmaschinenoptimierung, die Sie kennen sollten:

  • In Shopify ist die URL-Struktur nicht zu 100% anpassbar. So haben Produktseiten in ihrer URL immer den Bestandteil „/products/“ – das lässt sich leider nicht abändern
  • Mit Shopify ist es nicht einfach, Unterkategorien zu erstellen, was für einige ein SEO-Problem sein könnte
  • Auch wenn Sie problemlos Inhalte erstellen können, die mit dem Onlineverkauf nichts zu tun haben, sind die Möglichkeiten eingeschränkt (z.B. können Sie keine Widgets oder Karten hinzufügen). Manchmal brauchen Sie etwas mehr Flexibilität beim Content, um Ihre übergeordnete SEO-Strategie zu unterstützen

Trotz der oben erwähnten Nachteile würde ich sagen, dass die SEO-Funktion von Shopify gut und intuitiv ist. So lassen sich zum Beispiel die meisten SEO-Parameter  (Titel-Tags, Beschreibungen, Alt-Text von Bildern usw.) problemlos anpassen.

shopify seo

Vor allem das Weiterleitungssystem gefällt mir. Wenn Sie eine URL ändern, erstellt Shopify automatisch eine optionale Weiterleitung von der alten URL auf die neue – so werden keine 404-Fehler erzeugt (auch 404 Meldungen sind schlecht für das SEO).

Weitere Informationen über die SEO-Funktionen von Shopify finden Sie in diesem ausführlichen Shopify SEO-Testbericht (Artikel auf Englisch).

Shopify Blog und Content-Erzeugung

Ja, Shopify verfügt über einen Blog, den Sie für Ihre Content-Marketingstrategie verwenden können. Das Shopsystem bietet sogar einiges an Blogging-Funktionen, die Ihnen nützlich sein werden. Ein paar Einschränkungen gibt es aber bedauerlicherweise trotzdem – vor allem, wenn Sie Shopify mit Plattformen wie Weebly oder WordPress vergleichen.

Hier aber noch mal zusammengefasst, was mir an der Blog-Funktion gefällt:

  • Sie ist vollständig in die Shop-Website integriert
  • Tags lassen sich leicht setzen
  • Sie können mehrere Autor:innen bestimmen
  • Die SEO-Parameter sind anpassbar

In folgenden Bereichen wünsche ich mir allerdings Verbesserungen:

  • Der Editor wirkt ein wenig veraltet und bietet nicht viele Elemente (z.B. fehlen Galerien)
  • Die Bloggestaltung ist nicht so flexibel, wie sie sein könnte
  • Kategorien fehlen, Sie sind gezwungen, Tags zu nutzen
  • Kommentarsysteme wie Disqus lassen sich nur mühsam hinzufügen
  • Keine verknüpfte Beitragsfunktion
  • Produkte können nicht in Blogbeiträge eingebettet werden – für mich ein großes Manko

Hinweis: Einige dieser fehlenden Funktionen können durch Installation einer App aus dem Shopify App Store eingebunden werden.

Trotzdem muss ich zugeben, dass Shopifys Blog-Funktion weit besser ist als die Lösung von Anbietern wie IONOS oder Strato. Für die meisten E-Commerce-Sites sollte sie ausreichend sein.

Natürlich könnten Sie Ihren Blog auch in eine Subdomain packen und über eine externe Plattform laufen lassen. Aber das bringt eigene Herausforderungen mit sich.

Das Erstellen anderer Seiten ist ebenfalls möglich und ziemlich problemlos. Durch den Seiteneditor könnten Sie sich aber eingeschränkt fühlen, insbesondere wenn Sie ihn mit dem Editor von Homepage-Baukästen wie Wix vergleichen. Viele Seitenelemente (z.B. Galerien, Karten, Social-Media-Schaltflächen usw.) sind nicht verfügbar und die Design-Vorlagen sind sehr starr.

Reporting und Analyse

Die Shopify Berichte sind durchschnittlich, gut oder super je nachdem, welchen Tarif Sie haben. Ich bin kein großer Fan von diesem Konzept und denke, dass alle User den gleichen Zugriff auf sämtliche Daten haben sollten.

Die Berichte im Basic Shopify-Tarif sind begrenzt auf:

  • Übersicht über einige wenige wichtige Kennzahlen (z.B. Umsatz, Benutzersitzungen, Bestellungen usw.)
  • Echtzeitberichte
  • Finanzberichte (z.B. Umsatz, Steuern, Zahlungen usw.)
  • Akquiseberichte – allgemeine Informationen darüber, wie Ihre Besucher:innen zu Ihnen kamen
  • Bestandsberichte (z.B. Momentaufnahme zum Monatsende, Prozentsatz des verkauften Bestands)
  • Einige Verhaltensberichte (z.B. Conversion-Raten, Kaufraten usw.)
  • Analysen nach Marketingkampagnen, die mit einer UTM-Kampagne verknüpft sind (z.B. Newsletter)

Der Tarif „Shopify“ wartet mit ein paar netten Bonusberichten auf:

  • Umsatzbericht – verknüpft Kundenkennzahlen mit Umsatzkennzahlen
  • Umsatzbericht für den Einzelhandel – für Umsätze im stationären Handel
  • Gewinnberichte – einschließlich Gewinn nach Produkt, Variante und POS-Standort sowie Auswirkung von Rabatten und Rückerstattungen
  • Kundenbericht – um wiederkehrende Kund:innen nach Land zu ermitteln

Und wenn Sie den Tarif Advanced Shopify oder Shopify Plus haben, können Sie individuelle Berichte erstellen. Mithilfe der Filter können Sie dann so tief wie nötig in die Datenwelt eintauchen.

Die Anbindung von Google Analytics (mit Conversion Tracking) ist auch möglich. Es kann also sein, dass Sie die Shopify Berichte gar nicht benötigen – obwohl man sagen muss, dass nicht alle Daten der Shopify Berichte in Google Analytics zu finden sind.

Zudem haben Sie die Option über den Shopify App Store auf dutzende Reporting-Apps zugreifen – ich selber habe noch keine dieser Apps verwendet, daher kann ich nichts über deren Qualität oder Funktionen sagen.

Shopify App Store

Shopify bietet einen App-Markt, der Erweiterungen (zum Hinzufügen von Zusatzfunktionen) für Ihren Online-Shop bereithält. Diese ähneln denen, die Sie Ihrem Smartphone hinzufügen können.

Viele E-Commerce-Lösungen (z.B. Wix oder Weebly) verfügen über eigene Versionen dieses Shopify App Store. Der einzige Unterschied ist, dass Shopify eine irrsinnig hohe Anzahl an Apps bietet. Von E-Mail-Marketing-Integrationen bis hin zu Dropshipping-Anbindungen – Shopify hat alles, was Sie brauchen.

Damit lässt sich eine Menge Geld und Zeit sparen – vor allem verglichen mit individuell entwickelten Lösungen.

Eine ganze Menge Gratis-Apps (mehr als tausend) wird angeboten, viele andere Erweiterungen sind aber kostenpflichtig. Und die App-Qualität? Nun ja, die ist von der App abhängig. Zum Glück können Sie vor der Installation die Bewertungen lesen.

Einige der Apps wurden sogar von Shopify entwickelt. Zum Beispiel die Erweiterung für digitale Downloads oder die Facebook-, Google- und Amazon-Integrationen.

Nicht so cool ist, dass die Nutzung der Apps kostspielig werden kann. Wenn Sie beispielsweise 2 oder 3 Bezahl-Apps brauchen, können 50$ bis 60$ (etwa 46-56€) zusätzlich pro Monat anfallen – ein Betrag, den sich sicherlich nicht alle Shopbetreiber:innen leisten können.

Shopify Support & Expert:innen

Sie können das Shopify Support-Team 24 Stunden pro Tag per E-Mail, Telefon oder Live-Chat erreichen. Einer der Support-Gurus kümmert sich um Ihr Anliegen (so werden sie tatsächlich offiziell genannt).

Grundsätzlich habe ich gute Erfahrungen mit dem Shopify Support gemacht. Die Antworten kommen (relativ) schnell und sind hilfreich. Das ist aber stark von der Art der Frage abhängig (z.B. wie technisch sie ist) und davon, welchen Support-Mitarbeitenden Sie erwischen.

Wir haben den Support einem umfassenderen Test unterzogen und mit 9 anderen Homepage-Baukästen und E-Commerce-Plattformen verglichen. Shopify belegte den 2. Platz wegen der hohen Antwortqualität und der hilfreichen Wissensdatenbank. Bei diesem Test schaffte es der Shopify Rivale BigCommerce z.B.nur auf Platz 5.

Meiner Ansicht nach ist der Support einer der größten Vorteile von Shopify (oder ähnlichen Lösungen) gegenüber einem herkömmlichen CMS (wie WooCommerce). Dass Sie sich an Expert:innen wenden können, wenn Sie nicht weiterkommen, kann Ihnen viel Mühe ersparen.

shopify-support-chat

Ich persönlich möchte nicht bei jeder kleinen Frage den Support kontaktieren, da das als ziemlich aufwendig empfinde. Glücklicherweise hat Shopify viele ausführliche Tutorials und Anleitungen. Schauen Sie daher also vielleicht zuerst dort nach, wenn Sie eine Frage haben – Ihr Problem könnte sich damit eventuell schon in Luft auflösen.

Und falls Sie einmal professionelle Hilfe bei Ihrem Shop benötigen – Shopify hat ein Verzeichnis (zertifizierter) Expert: innen, die Sie kontaktieren können. Achten Sie aber darauf, dass Sie vorher die Bewertungen lesen, bevor Sie einen der Profis anheuern.

Eine weitere Option ist Storetasker. Dort können Sie Ihr Projekt (z.B. komplette Shop-Einrichtung oder nur einige Designänderungen) ganz leicht einstellen und sich von den überprüften Shopify Expert:innen ein Angebot für den Auftrag einholen.

Sicherheit und Backups

Ich kann Ihnen sagen – ein Hackerangriff ist kein Vergnügen. Solch eine Attacke kann Ihr Unternehmen in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Ich muss Ihnen also nicht sagen, wie wichtig die Sicherheit Ihres Online-Shops ist.

Im Gegensatz zu WordPress und anderen CMS kümmert sich Shopify im Hintergrund um Updates und Sicherheitsfragen, was ich sehr praktisch (und beruhigend) finde. Denn ich habe schon mal viele Stunden damit vergeudet, Probleme mit WordPress nach einem verunglückten Plug-in-Update zu beheben.

shopify pci standards

Das Shopify System läuft auf Servern, die mit dem Sicherheitsstandard Level 1 PCI konform sind – ein Muss im Zusammenhang mit Kreditkartenzahlungen. Die SSL-Verschlüsselung (256 Bit) ist für jeden Shopify Store aktiviert – so sind die Daten Ihrer Besucher:innen sicher.

Bei Shopify gibt es kein Backup-System. Im Notfall kann Ihr Online-Shop wiederhergestellt werden, das ist aber kein offizieller Service. Es wird empfohlen, regelmäßig Backups von Ihrer Website zu erstellen, indem Sie eine Reihe von CSV-Dateien exportieren – diese Lösung finde ich gar nicht gut, da sie ziemlich unpraktisch und zeitaufwendig ist.

Deshalb kann es sinnvoll sein, eine ausgefeiltere Backup-Lösung aus dem Shopify App Store (z.B. Rewind) hinzuzufügen. Sie kann eine große Hilfe sein, wenn Sie versehentlich Inhalte (z.B. Produkte) löschen.

Kurzum: Um mit Ihrem Online-Shop auf der sicheren Seite zu sein, brauchen Sie nur regelmäßige Backups erstellen und ein starkes Admin-Passwort vergeben.

Fazit: Ist Shopify das richtige Tool für Sie?

Shopify ist eine meiner bevorzugten Lösungen zum Erstellen von Online-Shops.

Coole Features und Vorteile sind zahlreich vorhanden, aber auch einige Schwächen, die Sie beachten sollten:

Was mir an Shopify gefällt

Shopify hat zahlreiche Qualitäten und tolle Funktionen zu bieten. Im Folgenden finden Sie meine Lieblings-Features:

  • Das Hinzufügen von Produkten sowie die Abwicklung von Zahlungen, Versandoptionen und Bestellungen ist kinderleicht
  • Die Layouts (Templates) lassen sich größtenteils ohne Programmierkenntnisse ändern
  • Shopify kann Sie auch beim Content-Marketing unterstützen, da ein Blog und vieles mehr integriert ist – wenn auch mit Einschränkungen
  • Sie können das Erscheinungsbild Ihres Shops ändern und Zusatzfunktionen hinzufügen. In Sekundenschnelle haben Sie die notwendigen Apps und neuen Vorlagen installiert
  • Wenn Sie eine Person mit Programmierkenntnissen beauftragen oder selbst diese Kenntnisse haben, können Sie die volle Kontrolle über die Anpassung Ihres Online-Shops behalten
  • Der Support ist offiziell 24 Stunden pro Tag verfügbar – was ich sehr schätze
  • Egal, wie schnell Ihr Unternehmen wächst, Shopify kann sich jedem E-Commerce-Projekt anpassen – ob klein, groß oder riesig
  • Wenn Sie Dropshipping betreiben, lassen sich diverse Apps/Anbieter in Shopify integrieren (hier geht’s zum Guide)
  • Ein schöner Pluspunkt ist, dass Sie mit der POS-App Ihre Produkte offline verkaufen können.

Kurzum: Ich mag Shopify (und das werden Sie wahrscheinlich auch), weil die Lösung insgesamt sehr unkompliziert ist. Gleichzeitig können Sie bei Bedarf individuelle Lösungen entwickeln. Außerdem müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass Ihr Shop zu groß wird für Shopify. Das System wächst einfach mit.

Shopify und seine Schwächen

Ganz richtig, es gibt auch einiges, das Ihnen Sorgen bereiten könnte:

  • Ich denke, die Shopify Preise sind fair, aber mit mindestens 24,17€/Monat brauchen Sie definitiv ein Budget. Alternativen wie Ecwid können sich als erheblich günstiger erweisen
  • Ich bin kein großer Fan der zusätzlichen Transaktionsgebühren, die bei Nichtnutzung von Shopify Payments anfallen – da kann schnell ein Sümmchen zusammenkommen
  • Das Einrichten von mehrsprachigen Shops ist nicht einfach (und nicht günstig). Eine gute Lösung hierfür könnte diese (kostenpflichtige) App sein. Eine Verbesserung scheint mit der neuen Lösung für Mehrsprachigkeit und mehrere Währungen, Shopify Markets, in Sicht zu sein. Doch leider ist sie noch nicht für alle Shopbetreiber:innen verfügbar
  • Einige der coolsten Funktionen (z.B. den fortschrittlichen Berichtsgenerator und Versandtarife von Drittanbietern) gibt es nur in den höheren Tarifen
  • Wie Sie oben lesen konnten, gibt es einige Schwierigkeiten mit SEO (weitere Informationen auf Englisch)

Unsere Empfehlung: Fangen Sie mit dem Basic-Tarif (27€/Monat) an. Wenn Sie mehr Funktionen brauchen, können Sie jederzeit ein Upgrade auf einen höheren Tarif durchführen. WordPress User können Shopify Lite für nur 9$/Monat (etwa 8€) einbinden.

Das ist ein langer Artikel geworden, aber ich hoffe, Sie haben jetzt eine klarere Vorstellung davon, was Sie von Shopify erwarten können. Wenn Sie sich immer noch nicht sicher sind, ob Shopify die richtige Lösung für Sie ist, hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar. Ich versuche dann gerne, Ihnen bei der Entscheidung zu helfen :).

Shopify 14 Tage lang gratis testen (keine Kreditkarte erforderlich)

Sollte ich mit Shopify einen Online-Shop eröffnen?

Sie möchten physische und/oder digitale Waren verkaufen möchten.

Sie benötigen Kunden-Logins.

Sie brauche eine einfache Möglichkeit, E-Commerce-Funktionen und -Anwendungen von Drittanbietern zu integrieren.

Sie möchten die volle Kontrolle über die Templates haben.

Sie brauchen eine breite Palette an Zahlungsmöglichkeiten.

Sie möchten einen mehrsprachigen Online-Shop eröffnen.

Ihr Shop ist nur ein kleines Nebengeschäft auf Ihrer Haupt-Website.

Shopify Alternativen

IONOS E-Shops ist 100 % lokalisiert und kann zudem auch ohne App als mehrsprachiger Shop genutzt werden. Eine Anbindung zu anderen Marketplaces ist ebenso möglich. Die Templates schauen auch auf Handys gut aus, um mobiles Shopping so einfach wie möglich zu gestalten. Erstaunlicherweise ist es aber nicht möglich, digitale Produkte wie eBooks direkt zu verkaufen. Ebenso fehlt ein Blog.

WooCommerce sollte Ihre erste Wahl sein, wenn Sie keine Angst vor Begriffen wie FTP, MySQL und Plugin-Updates haben, denn Sie müssen es auf Ihrer eigenen WordPress-Website installieren. Der Hauptgrund für die Bevorzugung gegenüber Shopify kommt aus unserer Sicht dann zum Tragen, wenn Sie eine mehrsprachige Website und viel Flexibilität brauchen. Mehr Infos in unserem Shopify vs. WooCommerce Vergleich.

Wix Ecommerce spielt in einer anderen Liga, da es für kleinere Shops bestimmt ist. Wenn Sie also vor allem eine toll aussehende Website mit einem Blog und einem zusätzlichen Warenkorb haben möchten, dann ist Wix genau das Richtige für Sie. Da es sich an Einsteiger richtet, ist das Hinzufügen von Inhalten und die Verwaltung Ihres Shops viel einfacher als mit Shopify. Wix Ecommerce ist aber keinesfalls zu unterschätzen, da es über Kundenkonten, viele Zahlungsmethoden und die Möglichkeit verfügt, digitale Produkte zu verkaufen.

Viele weitere Alternativen haben wir hier in dieser Übersicht zusammengestellt.

Immer noch nicht sicher, welchen Store Builder Sie verwenden sollen? Lassen Sie unseren Smart Finder in 2 Minuten für Sie entscheiden.

FAQ

Kann ich mit Shopify digitale Produkte wie MP3, Videos oder eBooks verkaufen?

Ja. Sie können mit Shopify Dateien verkaufen.

Welche Zahlungsgebühren stellt Shopify in Rechnung?

Bei Standard-Bezahlmethoden wie Überweisung, Abholung etc. fallen keine Extra-Gebühren an. Falls Sie aber Kreditkartenzahlung anbieten, werden vom jeweiligen Zahlungsportal Gebühren erhoben. Die genauen Kosten entnehmen Sie dem jeweiligen Anbieter. Zusätzlich schlägt Shopify eine Provision von 0,5 -2% drauf. Es ist daher ratsam, Kreditkartenzahlung über Shopify Payments abzuwickeln. Dadurch entfallen die Extra-Gebühren.

Wie kann ich mein Shopify-Abo kündigen?

Zur Kündigung Ihres Online-Shops gehen Sie auf Einstellungen > Konto.  “Shop schließen” auswählen.

Kann ich meinen Online-Shop bei Shopify pausieren?

Ja, es gibt zwei Optionen, wie Sie Ihr Abonnement pausieren können, sofern Sie hierzu berechtigt sind (d. h. Sie befinden sich zeitlich mindestens 60 Tage nach Ihrer kostenlosen Testphase und haben kein Shopify Plus):

1. Pausieren und Bearbeiten – Auf diese Weise können Sie Ihre Seite „einfrieren“ und gegen eine reduzierte Gebühr weiter an Ihrem Online-Shop arbeiten. Kunden können Ihre Produkte weiterhin sehen, aber keine Einkäufe tätigen.
2. Pausieren – So können Sie Ihren Shop drei Monate lang schließen und müssen keine Abo-Gebühren zahlen. Während dieses Zeitraums können Sie weder Verkäufe tätigen noch Änderungen an Ihrem Online-Shop vornehmen.

Erfüllen Shopify Online-Shops die Anforderungen für Barrierefreiheit?

Im Rahmen der Veröffentlichung von „Shopify Online Store 2.0“ hat der Anbieter die neuen Templates so gestaltet, dass die Mindestanforderungen für Barrierefreiheit erfüllt werden. Online-Shops, die ältere Themes verwenden, können ihre Websites mithilfe von Drittanbieter-Apps barrierefrei gestalten (z. B. indem sie Besuchern Vorlesetools („Text-to-Speech-Reader“) zu verwenden und Schriftgrößen, Farben usw. anzupassen); es gibt jedoch keine integrierte Funktion, um diese Optionen zu aktivieren.

Über Annika Müller, M.A. Media Studies (Bielefeld University)

annika müller

Hi! Ich bin Annika, eine der Content Managerinnen bei Tooltester. Seit vielen Jahren bereits teste ich professionell digitale Tools, inklusive Website-Baukästen und E-Commerce Systemen. Falls Sie also Fragen zu diesen Themen haben, stehe ich Ihnen gerne mit meinem Wissen zur Verfügung :).

Aktualisierungen des Testberichts

13.06.2022 — Neuen Content hinzugefügt
30.05.2022 — Shopify bietet kein Oberlo mehr für Dropshipping; dafür gibt es DSers für AliExpress &Co.
02.05.2022 — Preisupdate
08.03.2022 — Kleineres Textupdate
01.03.2022 — FAQ zu Barrierefreiheit hinzugefügt
04.01.2022 — Kleinere Updates und Korrekturen
17.09.2021 — Infos zu Rabattcodes und abgebrochenen Warenkörben zugefügt
11.05.2021 — Mehrere kleinere Updates
20.04.2021 — Ergänzung bei Versandeinstellungen
29.01.2021 — Support hinzugefügt
22.10.2019 — DE-Domains können über Shopify erworben werden
17.05.2019 — Shopify Video (deutsch) hinzugefügt
28.09.2018 — Shopify Payments ist in Deutschland nutzbar
27.07.2018 — Veröffentlichung des Tests

Feedback und Fragen

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